Zerstörte Waschbecken

Der Einbruch in der Staudingerschule fand nach Angaben des städtischen Gebäudemanagements (GMF) zwischen Samstagabend (22. Oktober) und Montagmorgen (24. Oktober) statt. Da bis zum vergangenen Samstag dort gearbeitet wurde, lässt sich der Tatzeitpunkt auf diesen Zeitraum eingrenzen.

Am Montag fanden die Bauarbeiter an den Wänden unter anderem Hakenkreuz-Schmierereien, SS-Runen und 88-Symbole vor. Es wurden Werkzeuge gestohlen oder zerstört, Scheiben eingeschlagen und Feuerlöscher entleert. Die Polizei hat alle Schäden gestern aufgenommen und die Spuren gesichert. Nachmittags wurde das Gebäude wieder freigegeben, sodass die Aufräumarbeiten beginnen konnten. Die Schadenshöhe liegt insgesamt, inkl. der entwendeten Werkzeuge, im ...

IMG 20221026 WA0001vierstelligen Euro-Bereich.

Die Einbrecher kamen nicht mit Asbest in Berührung, sondern „nur“ mit Künstlichen Mineralfasern (KMF), umgangssprachlich Glaswolle oder Steinwolle. Auch KMF reizen die Haut und die Atemwege, sind aber weniger gefährlich als Asbest.

Der Schulbetrieb war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Eingebrochen wurde in den alten, abgesperrten Schulteil (Bestandsgebäude), der seit Monaten eine Baustelle und im vorgeschriebenen Rahmen gesichert ist. Das GMF hat nun einen Sicherheitsdienst eingeschaltet, der täglich zu wechselnden Zeiten auf der und um die Baustelle Vandalismus-Kontrollen vornimmt.

26. Oktober 2022, PM Stadt Freiburg als Ergänzung zur PM des Polizeipräsidiums Freiburg vom 25. Oktober 2022:

 

IMG 20221026 WA0000Vandalismus, fremdenfeindliche Schmierereien, Diebstahl und Asbestgefährdung bei Einbruch in Freiburger Schule

Auch wegen Asbestbelastung wird derzeit die Staudinger-Gesamtschule in Freiburg generalsaniert. In die Baustelle drangen nun Einbrecher im Zeitraum vom 14. bis 24.10.2022 ein. Neben einem derzeit nicht einschätzbaren Schaden, der durch die massive Zerstörung von Gebäude- und Baustelleneinrichtungen entstand, entwendete die Täterschaft auch Werkzeug im Wert mehrerer tausend Euro.

Im gesamten Baustellenbereich wurden Wände mit rassistischen und nationalsozialistischen Symbolen und Parolen beschmiert.

Offensichtlich war der Täterschaft der Grund der Sanierung nicht bekannt, denn sie begaben sich dabei auch in abgesperrte Bereiche, in denen sich Asbest befand. Asbesthaltiges Material wurde durch sie angefasst und umhergeschmissen.

Nicht nur, dass die Räumlichkeiten nun wieder kontaminiert wurden, setzten sich insbesondere die Täter einer erheblichen Gesundheitsgefahr aus, da sie im direkten Kontakt zu Asbest waren.

Der Polizeiposten Freiburg-Haslach (Tel.: 0761-12056-0) hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die Hinweise zur Täterschaft geben können oder den Vorfall beobachtet haben. Zeugenhinweise nimmt auch das Polizeirevier Freiburg-Süd (Tel.: 0761-882-4421) rund um die Uhr entgegen.

Fotos: Gebäudemanagement Freiburg

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